Borreliose & Co: 10 Dinge, die Du wissen musst, falls Du jemanden kennst, der an Borreliose leidet ... Teil 1

In einem US-Blog sah ich eine, wie ich finde, sehr gute Zusammenstellung all der Dinge, die man wissen sollte, falls man jemanden kennt, der an Borreliose und/oder einer anderen chronischen Erkrankung leidet. Vor der Osterzeit hier also der 1. Teil der

 

10 Dinge, die Du wissen solltest, wenn Du jemanden kennst, der an Borreliose leidet

 

Du kennst jemanden, der an Lyme-Borreliose leidet?

Es kann ein Freund, ein Familienmitglied, der Lebensgefährte oder einfach nur ein Bekannter sein. Wer auch immer es ist, Du wirst vermutlich einige Fragen haben, und falls nicht, willst Du vielleicht einfach wissen, was zum Teufel mit dieser Person los ist. Hier der Versuch einer Erklärung, einer Erklärung, die auch für viele gilt, die durch andere Krankheiten chronisch erkrankt sind.

 

1. Lyme-Borreliose ist eine unsichtbare Krankheit

 

Was bedeutet das? Es bedeutet, dass sich jemand mit Lyme-Borreliose absolut schrecklich fühlt, auch wenn man es ihm/ihr nicht ansieht. Diese Krankheit zeigt sich in der Regel nicht durch klar erkennbare, sichtbare Symptome. In der Regel sind weder ein Gipsbein, noch eine große Blutung zu sehen. Die Symptome sind da, aber sie sind unsichtbar. Die extreme Müdigkeit, Erschöpfung, die Schwäche, Gelenk- und Muskelschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Angst und Gehirnnebel sind da, doch bei der betreffenden Person nicht leicht zu erkennen. Die Erkrankten sehen „gut“ aus und häufig verhalten sie sich „normal“. Das bringt uns zu Punkt Nummer 2.

 

2. Borreliose-Patienten werden schnell zu erstaunlich guten Schauspielern

 

Wenn Du mit einer Erkältung oder einer Grippe für ein paar Tage krank bist, wirst Du vermutlich einen Teil der Zeit auch im Bett oder auf der Couch liegen. Einfach, weil Du dich elend fühlst. Wahrscheinlich wirst Du Freunden und Deiner Familie sagen, dass man sich wieder sieht, wenn es Dir besser geht, im Moment kannst Du Gesellschaft nicht gut vertragen. Einfache tägliche Verrichtungen und die Hausarbeit werden auf das Nötigste eingeschränkt. Dein Leben wird für wenige Tage aus gesundheitlichen Gründen „auf Eis gelegt“. Kein Problem. Das passiert höchstens ein oder zwei Mal im Jahr. Schön ist es nicht, aber es geht vorbei und danach hat das Leben dich wieder. Wenn man an einer chronischen Krankheit leidet, wacht man jeden Tag damit auf, dass man sich krank fühlt. Wie sehr wünscht man sich, einfach im Bett liegen bleiben zu können, die Freunde ein anderes Mal zu treffen, und am liebsten mit niemanden reden zu wollen, weil es einen wieder so viel Kraft kosten wird. Das Problem: Die Symptome verschwinden nicht wieder nach einer Woche. Es ist kein vorübergehender Zustand. Du wirst Dich auch nächste Woche so elend fühlen und auch die Woche darauf und die weiteren Wochen darauf. Und daher nimmst Du alle Kraft zusammen, versuchst „zu funktionieren“. Du erledigst alle Pflichten, Du willst die Geburtstagseinladung nicht absagen und Du hebst den Telefonhörer ab, wenn es klingelt. Deine Freunde sagen vielleicht sogar, dass Du gut aussiehst und vermuten, dass es Dir endlich besser geht. Du lächelst, denn Du hast längst gelernt, dass unsere Mitmenschen ständige Klagen über Symptome und wiederholte Absagen nicht goutieren – sie machen einsam. Und so ist für die meisten chronisch Kranken viel zu häufig „Showtime“. Sie lächeln, auch wenn es ihnen nicht danach ist und sie zwingen sich, aus dem Haus zu gehen, statt sich aufs Sofa zu legen. Das alles ist furchtbar anstrengend und häufig verschlimmert es die Symptome noch zusätzlich. Aber haben diese Menschen eine andere Wahl? Welche? Und je schlechter es ihnen geht, desto kräftezehrender wird es, sich gegenüber dem Umfeld „normal“ zu geben. Das bringt uns zu Punkt Nummer 3.

 

3. Symptome können an manchen Tagen langsam kommen und sich verschlimmern oder aber einen von jetzt auf gleich überwältigen

 

Der Volksmund würde sagen: Da steckst Du nicht d’rin. Manchmal fühlen wir uns fast „in Ordnung“ und dann kann uns von einer Stunde zur nächsten der Boden unter den Füßen weggezogen werden. Wir müssen uns möglicherweise sofort hinsetzen oder hinlegen. Für Menschen, die nicht krank sind, ist das sehr verwirrend. Vor ein paar Minuten war doch noch alles in Ordnung. Was ist denn passiert?


4. Die Borreliose-Therapie erfordert eine besondere Diät


Häufig müssen wir während unserer langen Therapie auf bestimmte Lebensmittel verzichten oder dürfen sie nur zwei Stunden vor oder nach der Medikamenten-Einnahme nehmen. Die meiste Zeit müssen wir sehr auf unsere Ernährung achten. Das mag bei Einladungen und Essensverabredungen seltsam wirken. Stellt der/die sich nicht doch sehr an? Den Betroffenen macht es selbst aber sicher am wenigsten Spaß. Gesunde sollten dankbar sein, dass sie essen und trinken können, was und wann sie wollen, ohne dass es ihnen schadet.

 

Die Fortsetzung folgt … schöne Osterfeiertage Euch allen! :-)

 

Hier geht's zu Teil 2: http://www.borreliose-verschwiegene-epidemie.de/2015/04/13/borreliose-co-10-dinge-die-du-wissen-musst-falls-du-jemanden-kennst-der-an-borreliose-leidet-teil-2/

 

B. Jürschik-Busbach © 2015

Alle Artikel dieses Blogs können gerne zu nicht-kommerziellen Zwecken unter Angabe der Quelle/Autorin und dem Original-Link verbreitet werden.

 



Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    andreas binöder (Mittwoch, 02 August 2017 07:19)

    hallo
    ich bin 43 jahre und kfz-mechaniker,ich bin seit 20 jahren selbstständig,habe mich immer gefragt wie das die anderen machen,feiern ,sich treffen,siet 2 jahren weiss ich das ich an einer neuroberreliose leide, natürlich mit den co-infektionen,laut der ärtztin (dr.med.rusche)die ich nur durch zufall gefunden habe soll die krankheit schon sehr lange zeit in mir wüten,die meisten tage bin ich einfach nur erledigt,und dann wieder topfit als wäre gerade alles in ordnung,und dann ohne vorwarnung bleiernde müdigkeit oder megagereitzt und unausstehlich.meine frau mit der ich seit 25 jahren verheiratet bin hat mit mir schon einiges mitgemacht. viele ärtzte haben schon die verrücktesten diagnosen gestellt , die lösung wurde nur aufgrund eines bandscheibenvorfalls durch meine physiotherapeutin erkannt,sie hat durch die gespräche und auch dadurch das keine besserung und die springenden gelenkschmerzen einfach mal gesagt ,sie könnte sich vorstellen das bei mir eine borreliose an den gelenkschmerzen .kopfschmerzen usw. schuld sein könnte. dann durch viele test in verschiedenen labors wurde das dann auch betstätigt. dann wurde einiges klar und meine familie konnte dann auch besser damit umgehen. viele meiner kunden die mir wichtig sind habe ich dann im gespräch erzählt was manchmal mit mir los ist ,haben dann mirberichtet das sie selber schon lange an dieser krankheit leiden aber es eigentlich mehr ansprechen weil das für viele keine krankheit ist,man sieht es halt leider nicht ,und das schlimmste was eigentlich ja schön ist wenn jemand sagt , du siehst aber gut aus. sollte man sich eigentlich ja freuen. ich mache seit über 15 jahren kraftsport ,danach geht es mir für kurze zeit bedeutend besser , aber oft hat man keinen antrieb sich für den sport zu motivieren. deinen artikel müsste man eigentlich an jede litfass-säule kleben. danke dafür